Empfehlungen zur Sicherung und Versionierung Ihrer Captivate-Projekte

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie arbei­ten an einem Pro­jekt und plötz­lich reagiert Captivate nicht mehr. Nach einem Neu­start des Autoren­werk­zeu­ges dann die Ernüch­te­rung: Alles ist weg.

Ganz so schlimm ist es meis­tens dann doch nicht: Wenn Sie zuvor einen Stand gespei­chert haben, kön­nen Sie i.d.R. noch auf die­sen zugrei­fen. Falls nicht, hilft Ihnen die­ser Arti­kel weiter.

Gera­de migrier­te Pro­jek­te aus Captivate 3 oder 4 nei­gen häu­fig dazu, wäh­rend der Bear­bei­tung abzu­stür­zen. Lei­der gibt es erst seit Captivate 5.5 eine auto­ma­ti­sier­te Backup-Funktion. Wenn Sie also eine älte­re Ver­si­on von  Captivate benut­zen, soll­ten Sie regel­mä­ßig zwi­schen­spei­chern und Zwi­schen­ver­sio­nen erzeu­gen. Aber auch für die Benut­zer von Captivate 5.5 gilt: Wir emp­feh­len Ihnen, sich nicht blind auf die auto­ma­ti­sche Backup-Funktion zu ver­las­sen. Sie soll­ten auch mit Captivate 5.5 regel­mä­ßig zwi­schen­spei­chern und vor allem Ver­sio­nen erzeu­gen. Denn letz­te­res kann Ihnen das auto­ma­ti­sche Back­up nicht abnehmen.

Zwischenspeichern

Hier emp­feh­le ich Ihnen eine der fol­gen­den Möglichkeiten:

  • Spei­chern Sie Ihr Pro­jekt in regel­mä­ßi­gen zeit­li­chen Abstän­den, z. B. alle 10 Minuten.
    Tipp
    : Sie kön­nen sich auch von einer Soft­ware an das Abspei­chern erin­nern las­sen. Ver­wen­den Sie hier­zu z. B. eine kos­ten­freie Soft­ware wie MiniE­ier­uhr (Win) / Minu­teur (Mac).
  • Spei­chern Sie Ihr Pro­jekt immer, sobald Sie einen bestimm­ten Arbeits­schritt abge­schlos­sen oder einen Mei­len­stein Ihres Pro­jek­tes erreicht haben. Dies könn­te z. B. nach der Bear­bei­tung einer jeden Folie sein.

Zwischenversionen erzeugen

Ver­sio­nie­ren Sie Ihre Pro­jek­te, anstatt ein und das­sel­be Pro­jekt immer wie­der zu über­schrei­ben. Dies hat den Vor­teil, dass Sie bei der Über­ar­bei­tung auch auf einen etwas älte­ren Stand zurück­grei­fen und bei Bedarf Tei­le von dort über­neh­men kön­nen. Bei­spiels­wei­se soll­ten Sie die Roh­fas­sung einer Auf­nah­me voll­stän­dig sichern und für die Post-Produktion eine Ver­si­on anle­gen. So kön­nen Sie jeder­zeit auf alle Auf­nah­me­be­stand­tei­le zurückgreifen.

Zwischenversionen speichern
Zwi­schen­ver­sio­nen speichern

Tipp: Erzeu­gen Sie jedoch nicht bei jedem Zwi­schen­spei­chern eine neue Ver­si­on, da Sie ansons­ten zu vie­le Datei­en ver­wal­ten müs­sen und unnö­tig viel Spei­cher­platz belegt wird. Erzeu­gen Sie immer dann eine neue Ver­si­on, wenn Sie einen Mei­len­stein oder ein Teil­ziel Ihres Pro­jek­tes erreicht haben. Fügen Sie dem Datei­na­men immer eine Ver­si­ons­num­mer hin­zu. So haben Sie einen Über­blick über die Ent­wick­lung Ihres Pro­jek­tes und kön­nen gezielt auf einen bestimm­ten Stand zurück­grei­fen. Nütz­lich ist es auch, dem Datei­na­men ein wich­ti­ges Stich­wort zum aktu­el­len Stand anzu­hän­gen, z. B. „ver­tont“, „ani­miert“ oder „berei­nigt“.

Wich­tig: Ver­ges­sen Sie nicht, vor dem Spei­chern einer neu­en Ver­si­on die Biblio­thek Ihrer aktu­el­len Ver­si­on zu berei­ni­gen. Andern­falls bean­spru­chen Ihre Zwi­schen­ver­sio­nen unnö­tig viel Speicherplatz.

Übri­gens: Wenn Sie gene­rell mehr über Captivate erfah­ren möch­ten, emp­feh­le ich Ihnen mein Buch zu Captivate 5 – wenn es spe­zi­el­ler und noch detail­lier­ter sein soll: Eine Schu­lung bei uns.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.